Archiv für Oktober 2010

Aufruf zur Demo „Frieden und Freiheit für Kurdistan!“ am 20.11.2010 in Heilbronn

Die Geschichte der KurdInnen ist eine Geschichte jahrhundertelanger Unterdrückung und Verfolgung. Bereits im Osmanischen Reich und später im Kemalismus wurden sie verleugnet, zersplittert, als Spielball westlicher Großmächte benutzt und waren immer wieder Opfer rassistischen Vernichtungswillens. Zahlreiche Aufstände wurden mit massiver Gewalt niedergeschlagen und alle Bestrebungen, eine unabhängige kurdische Gesellschaft aufzubauen, ausgegrenzt und kriminalisiert. Im Juli 2009 kündigte der türkische Ministerpräsident Erdogan nun eine sogenannte „kurdische Initiative“ als Beginn eines neuen politischen Umgangs mit der kurdischen Bevölkerung an. Die dadurch erweckten Hoffnungen wurden bald enttäuscht und ein Jahr später ist von derartigen Bemühungen nicht mehr die Rede. Stattdessen setzt sich die Geschichte der Unterdrückung und des Staatsterrorismus gegen die kurdische Befreiungsbewegung fort… >>>weiterlesen

18.11.2010 Mobilisierungsveranstaltung zur Demo im JUZ Mannheim

Bus aus Mannheim nach Söllingen am 23.10.2010

Seit nun mehr fast einem halben Jahr treffen sich Neonazis in dem kleinen Ort Söllingen bei Rastatt. Dort finden sie durch die abgeschiedene Lage und die großen Räumlichkeiten des ehemaligen Gasthauses „Rössle“ die optimalen Voraussetzungen ein „Nationales Zentrum“ aufzubauen. Von diesem Nazizentrum geht unbestreitbar eine große Gefahr aus. Überall wo es Nazis gelingt Fuß zu fassen, verbreiten sie ein Klima der Angst und des Hasses, kommt es zu Übergriffen auf all diejenigen, die nicht in ihr beschränktes Weltbild passen. Unsere Erfahrung ist, dass nur durch entschlossenes Auftreten und gemeinsames Handeln erfolgreich gegen ein solches Nazizentrum vorgegangen werden kann.

Kommt daher alle am 23. Oktober nach Rastatt und Söllingen!
12:00 Uhr – Demonstration – Rastatt – Bahnhof
15:00 Uhr – Kundgebung – Söllingen – „Rössle“

Aus Mannheim fährt ein Bus, Tickets und Infos im Infoladen im JUZ, jeden Dienstag und Donnerstag.

Kundgebungen und Spontandemonstration anläßlich des Tags des Flüchtlings in Mannheim

Im Folgenden ist die Pressemitteilung der Antifaschistischen Jugend Ludwigshafen/Mannheim zu den antirassistischen Kundgebungen in Mannheim aufgezeichnet:

Heute fanden drei Kundgebungen mit Spontandemonstrationen anläßlich des Tags des Flüchtlings in Mannheim statt. Das Bündnis gegen Abschiebungen und die Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim riefen zu diesen Aktionen auf. Es nahmen zeitweise ca. 100 TeilnehmerInnen an den Kundgebungen und den Spontandemonstrationen teil. Die Polizei provozierte die Demonstrationen mit überzogenem Aufgebot und versperrte den Zugang zum Haupteingang des Abschiebegefängisses.

Um 14:30 fing die erste Kundgebung am Paradeplatz mit Redebeiträgen des Bündnisses gegen Abschiebungen an. Anschliessend sammelten sich die Leute um geschlossen mit Transpis zum nächsten Kundgebungsort am Asylbewerberheim in Mannheim zu laufen. Die Polizei leitete den Demozug mit Pferdeaufgebot durch die Mannheimer Innenstadt zum Kundgebungsort. Die zweite Kundgebung fand vor dem Asylbewerberheim mit Redebeiträgen der Antifaschistischen Jugend Ludwigshafen/Mannheim, Bündnis gegen Abschiebungen und der Flüchtlingsorganisation „The Voice“ statt. Die Menschen im Asylbewerberheim freuten sich über die gezeigte Solidarität und zeigten großes Interesse an der Kundgebung. Als nächstes zogen die TeilnehmerInnen geschlossen zum letzten Kundgebungsort am Abschiebegefängnis. Erfreulicherweise kamen auch einige Flüchtlinge vom Asylbewerberheim mit.

Die Kundgebung fand vor den Mauern des Abschiebegefängnisses mit weiteren Redebeiträgen über die Situation und Haftbedingungen der Häftlinge statt. Der Zugang zum Haupteingang des Gefängisses wurde den TeilnehmerInnen durch massivem Polizeiaufgebot verwehrt. Grund für das Verbot war laut Polizei die negativen Vorkommnisse der letzten Jahre. Ein Sprecher der Antifaschistischen Jugend Ludwigshafen/Mannheim zum massiven Polizeiaufgebot: „Es ist unverständlich dass ein solches Aufgebot der Polizei gegen eine friedliche antirassistische Demonstration und Kundgebung eingesetzt wird. Die Aktionen verliefen reibungslos und ohne Störungen und die Kommunikation mit der Polizei war anfangs gut. Trotzdem wurden wir mit Pferdestaffeln begleitet und mit zwei Einsatzhundertschaften, bewaffnet mit Knüppel und Schildern, am Haupteingang des Gefängnisses empfangen.“

Trotzalledem wurde durch lautstarke TrommlerInnen und zusätzlichen Beiträgen die Solidarität mit den Häftlingen gezeigt. Abschließend können wir sagen dass der Tag im Großen und Ganzen gelungen war auch wenn wir mehrere TeilnehmerInnen erwartet hätten. Es ist wichtig solche Solidaritätsaktionen in der Zukunft weiter zu führen und antirassistische Arbeit voranzutreiben, in Mannheim und überall!

Bilder gibts hier

Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim, Oktober 2010