Archiv für März 2014

02.04.2014 – Offenes Antifa Treffen im April


Du hast Probleme mit Nazis und Rassismus in deiner Stadt, auf der Arbeit oder in der Schule?
Menschenverachtende Ideologien wie Faschismus, Antisemitismus und Islamophobie gehen dir auf die Nerven?
Dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen in Mannheim!

Beim Offenen Antifaschistischen Treffen wollen wir uns über Naziaktivitäten in der Region informieren und eine gemeinsame antifaschistische Praxis gegen diese Umtriebe entwickeln. Darüber hinaus wollen wir rassistische und rechtspopulistische Denkmuster in der Gesellschaft erkennen und die breite Öffentlichkeit für diese Themen sensibilisieren. Wenn du Teil des Offenen Antifaschistischen Treffen sein möchtest, dann komm einfach vorbei und lerne andere AntifaschistInnen kennen, informiere dich über gemeinsame regionale und überregionale Aktionen und gestalte diese mit!

Das Treffen findet jeden ersten Mittwoch im Monat im Jugendzentrum Friedrich Dürr, Käthe-Kollwitz-Str. 2-4, 68169 Mannheim um 19:00 Uhr statt.

[RNK/MA] Mannheimer Polizei greift friedliche Demonstration an


Am Samstag den 22.03.2014 fand eine antifaschistische Demonstration in Sinsheim statt. Es hatten in den letzten Wochen mehrere Gruppen und Organisationen zu einer Demonstration gegen die Neo-Naziumtriebe in der Kraichgau-Region aufgerufen. Auch wir haben aus Mannheim nach Sinsheim mit einem Infovortrag auf dem Offenen Antifa Treffen und einer gemeinsamen Zuganreise mobilisiert. Ein ausführlicher Bericht mit Bildern ist hier zu finden.

Nach der Demonstration wurden in der Mannheimer Innenstadt (Paradeplatz) mehrere Nazis darunter der NPD Rhein-Neckar Kreisverbandsvorsitzende Jan Jaeschke gesichtet. Diese waren gerade dabei Unterstützungsunterschriften für die bevorstehende Europawahl zu sammeln. Nachdem eine Gruppe junger Menschen die Nazis an ihrer Propaganda hindern wollte, wurden sie körperlich angegangen und mit einem Messer bedroht. Daraufhin machten sich ca. 80 solidarische AntifaschistInnen von der Demonstration in Sinsheim auf dem Weg nach Mannheim um den Nazis zu zeigen, dass sie unerwünscht sind. Mit einer kraftvollen spontanen Demonstration wurden die Menschen in der Mannheimer Fußgängerzone auf die Naziumtriebe aufmerksam gemacht. Angekommen am Paradeplatz standen bereits zahlreiche Polizisten, darunter die bereits mehrfach aggressiv und rassistisch aufgefallene „Einsatzhunderschaft Turmberg“, die überwiegend auf linken Demonstrationen eingesetzt wird. Kurz nach dem die Demonstration aufgelöst wurde, griffen die Turmberg-Polizisten mit Schlagstöcken und Pfefferspray grundlos AntifaschistInnen an. Dabei nahmen sie zwei Personen in Gewahrsam, mehrere erlitten Verletzungen und mussten vor Ort behandelt werden. Aufgrund dieser Geschehnisse wurde daraufhin eine spontane Kundgebung abgehalten auf der die PassantInnen über die Vorfälle informiert wurden. Diese zeigten sich lautstark solidarisch mit den AntifaschistInnen und kritisierten den Polizeieinsatz offen. Währenddessen wurden die DemonstrationsteilnehmerInnen von einzelnen Polizisten beschimpft und ausgelacht da sie „schon wieder verloren haben“.

Die Polizei und vor allem die „Einsatzhundertschaft Turmberg“ hat wieder einmal deutlich gezeigt auf wessen Seite sie stehen; nämlich auf der Seite der Faschisten. Deutlich wurde dies auch heute auf einer islamistischen Kundgebung am Marktplatz, auf der sich auch ca 100 Nazis und Hooligans befanden. Sie konnten ungestört ihre rassistische und islamophobe Hetze mitten in der Innenstadt betreiben. Vereinzelt wurden Böller auf die Menschen geworfen und mehrmals versucht in die Kundgebung zu stürmen. Die Polizei hat tatenlos zugeschaut, im späteren Verlauf wurden ca. 10 Nazis kontrolliert.

Während Polizisten eine Spontandemonstration von AntifaschistInnen äußerst brutal angreifen und dabei schwere Verletzungen in Kauf nehmen, wird im Gegenzug nur zugeschaut wie der gewaltbereite rassistische Mob Menschen angreift und gegen sie hetzt. Für uns ist klar, dass wir uns im Kampf gegen Nazis und Faschismus in keinem Fall auf den bürgerlichen Staat und seine Polizei verlassen können. Vielmehr gilt es für uns den antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren. Dies kann nur durch eine organisierte Antifaschistische Aktion langfristig gewährleistet werden. Deshalb: Organisiert euch in der Antifaschistischen Aktion, um in der Zukunft effektiv gegen Nazis und Faschismus vorgehen zu können.

Mitmachen könnt ihr jeden ersten Mittwoch auf dem Offenen Antifaschistischen Treffen im JUZ Mannheim!

Staat und Nazis Hand in Hand – Organisiert den Widerstand!
Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Nazistrukturen im Kraichgau bekämpfen – Gemeinsam gegen faschistische und rassistische Hetze!

afasinsheim

Zugtreffpunkt in Mannheim: 11:45 Uhr Mann­heim Hbf (Bahn­hofs­vor­platz)

Spä­tes­tens seit dem Jahr 2009 hat sich die Re­gi­on Kraich­gau zu einem der wich­tigs­ten Brenn­punk­te und kom­for­ta­bels­ten Rück­zugs­räu­me für fa­schis­ti­sche Ak­teu­re in Ba­den-​Würt­tem­berg ent­wi­ckelt.
In der geo­gra­phisch zwi­schen Heil­bronn, Karls­ru­he und Hei­del­berg ge­le­ge­nen Re­gi­on tre­ten die Fa­schis­ten immer of­fen­si­ver auf. Ähn­lich wie in der Re­gi­on Göp­pin­gen ver­su­chen sie hier, durch Ak­tio­nis­mus, re­gel­mä­ßi­ges Auf­tre­ten in der Öf­fent­lich­keit und das Ein­schüch­tern von po­li­ti­schen Geg­nern eine rech­te He­ge­mo­nie zu er­rich­ten. Er­leich­tert wird ihnen das durch den Um­stand, dass viele Nazis in der länd­lich ge­präg­ten Re­gi­on über Jahre in der Dorf­ge­mein­schaft der klei­nen Ort­schaf­ten ver­an­kert sind. Sie tre­ten auf Dorf­fes­ten und in Sport­ver­ei­nen offen auf. An und für sich ist das zwar nichts neues, aber wäh­rend die Na­zi­sze­ne im Kraich­gau jah­re­lang von nied­ri­gem Or­ga­ni­sie­rungs­grad ge­prägt war, gibt es heute meh­re­re Struk­tu­ren die vor Ort mehr oder we­ni­ger ver­bind­lich ihre Hetze ver­brei­ten. (mehr…)